9.Tag

21.06.2015, 11 Uhr, 13 Grad
Die Nacht war kurz, sehr kurz. Dafür konnten wir uns am Frühstücksbuffet des Hotels stärken. Es war nicht üppig, beinhaltete aber alles was wir zu diesem Zeitpunkt an Nahrung und Getränken brauchten. Von den Anderen keine Spur und keine SMS. Wir überlegten uns eine Strategie und versuchten den Rest der Gruppe zu treffen. Leider hatten wir keinen Kontakt, weder über Funk noch per SMS. Wir nahmen also die nächste Strecke in Angriff und fuhren Richtung KANDALAKSCHA. Wir schrieben nochmals eine SMS mit unserer Fahrtroute. Unterwegs die erlösende SMS: „Wir sind unterwegs zu euch“. Treffunkt Panzerdenkmal in der Stadtmitte. Wir trafen im örtlichen Supermarkt das Team xx. Das sie auch auf ein Team warteten, stellten wir uns dazu. Nach reichlich Kaffee und drei Stunden Wartezeit, stieß der Rest der Gruppe zu uns. Ab sofort fuhren wir in einer Gruppe von vier Autos und zwei Motorädern weiter. Die Strecke bot über mehrere hundert Kilometer außer rechts und links Wald nicht Bedeutendes.Wir hatten ausgemacht in von der Europastraße abzufahren, um uns ein geeignetes Plätzen zum Campen zu suchen. Das ist in Russland eher schwer, da es kaum Abfahrten von der Straße Richtung Meer gibt. Der Rest ist undurchdringlich mit alten Hütten verbaut. Nach ca. 20 km endete die Straße abrupt durch einen Schlagbaum. Vor uns stand eine Hotelanlage, bestehend aus vielen Blockhütten. Wir ließen uns überreden und nahmen uns ein Zimmer für diese Nacht. Camping ist fast unmöglich. Alex und Kristof, sowie das Team 44 übernachteten im VW LT und im VW T3 vor den Toren der Anlage.

Anmerkung von Team 59:

Gegen 10 Uhr ging es auch bei uns los, wir fuhren weiter zusammen mit dem Team 122 – die anderen drei Teams fuhren dann auf eigene Faust los. Unsere erste Anlaufstelle war ein Megafon-Laden (Russischer Netzbetreiber) – hier mussten wir uns Hilfe beim Aktivieren unserer Daten-SIM-Karte holen, weil wir die Informationen partout nicht lesen konnten. Nachdem die Angestellten auch kein Englisch sprachen, war das alles andere als einfach, aber nach ca. einer Stunde hatten wir endlich wieder funktionierendes Internet. Nicht zur Routenplanung sondern eigentlich ausschließlich damit uns die Daheimgebliebenen weiterhin auf Schritt und Tritt verfolgen können. Der zweite Anlaufpunkt war eines der Wahrzeichen von Murmansk, die große Statue über der Stadt – sie erinnert an den zweiten Weltkrieg. Auf dem Weg dorthin schauten wir uns noch eine kleine, alte Kirche an. Nachdem Uwe und Andi zwischenzeitlich schon direkt in Richtung St. Petersburg losgefahren sind, machten wir uns auch auf in diese Richtung. Bei der Durchfahrt des „Autoschrauber“-Viertels fanden wir noch einen kleinen Reifen-Händler, der für umgerechnet 15€ und ein Bier den Reifen vom BMW flickte, sodass das Auto nun auch wieder zwei vollwertige Ersatzreifen dabei hatte. Nun ging es los mit den endlos monotonen Straßen in Richtung St. Petersburg, ca. 1400km Strecke lagen hier in zwei Tagesetappen vor uns. Nach etwa zwei Stunden legten wir einen kleinen Stop ein und aßen an einer Tankstelle einen Cheeseburger. Nach weiteren 90 Minuten fahrt sammelten wir dann auch wieder Uwe und Andi ein, welche an einem Panzerdenkmal auf uns warteten. Am Abend genossen wir an einer Wendebucht zusammen mit dem Team 44 den rosaroten Himmel und gingen dann in unseren beiden Bullis gegen 2 Uhr schlafen.

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